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Sonderverein der Strassertaubenzüchter Deutschlands

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Strasser, blau ohne Binden in Hannover 2009

10,15 Strasser, blau o. Bd. waren zur Deutschen Junggeflügelschau in Hannover angetreten, allesamt im äußeren weitgehend Erscheinungsbild fertig.  Unter den Täubern als Klassenbester ein kurzer 1,0 mit sg 95, den straffes Gefieder und prima Form auszeichneten, er konnte jedoch insgesamt etwas großrahmiger sein. Wünsche waren bei den anderen Täubern: insgesamt gedrungener, (häufiger) im Gefieder etwas straffer, Rücken- und Schwingenfarbe intensiver, auf angepasste Unterschnabelbreite achten, Stirn substanzvoller.  Punktabzug gab es bei anziehender Brust, das galt auch für die vorgestellten Täubinnen,  die in einer figürlich harmonischen und wohlproportionierten Jungtäubin von R. Larsson mit v MB das beste Tier stellte. Neben den bei den 1,0 aufgeführten Wünschen sollten einige der Täubinnen im Auge feuriger, andere im Nackengefieder etwas glatter (=ausgereifter) sein, bei zwei Tieren musste auf eine bessere Rückenabdeckung hingewiesen werden. Eine weitere figürlich überragende 0,1 konnte wegen etwas ungleichmäßiger Schildfarbe lediglich 95 Punkte erringen.

 S. Grenz

 

Die Deutsche Junggeflügelschau Hannover war auch heuer wieder eine Reise wert. Großzügiger einreihiger Aufbau mit verkleideten Rückwänden ist in Hannover Standard. Wunderschöne Präsentationen in Volieren und Stämmen lockern die Schau erheblich auf. Die Züchter konnten bei der Einlieferung direkt vor die Hallen fahren und hatten somit keine weiten Transportwege.

Leider standen auch heuer wieder nur 103 Strasser. Diese schöne Schau hätte sicher mehr verdient gehabt. Allein 4 hohe Preise vielen auf die Strasser. (1x Blaues Band, 2x Messeband und 1x BLP).

Den Farbenschlag „Blau ohne Binden“ bewertete Siegfried Grenz.

Der Großteil der Tiere konnte die Note SG erreichen. Tiere mit angezogener Brustpartie mussten mit unteren Noten vorlieb nehmen. Bei einigen Tieren war die Augenfarbe an der Grenze. Eine anliegende Feder konnte den meisten blauen Strassern bescheinigt werden. Das Spitzentier zeigte Rainer Larsson. Seine feine junge Formentäubin erhielt berechtigt die Note „V“ und dazu das Messeband.

 Ich hatte die Aufgabe die restlichen 78 Strasser zu beurteilen.

Leider war der Hauptfarbenschlag „Blau mit schwarzen Binden“ nicht vertreten und auch nur eine Alttäubin in „Blaugehämmert“ hatte wenig Aussagekraft.

23 schwarze Strasser größtenteils im SG-Bereich. Hauptprobleme waren die lockere Federstruktur besonders im Nackenbereich und die ungenügende Rückendeckung. Natürlich sollte bei vielen Tieren die Brust ausgebauter und tiefer sowie die Unterlinie voller sein. Der breite Unterschnabel sowie die Augenfarbe musste kaum moniert werden.

Ein formlich hervorragender Jungtäuber mit prima Kopf von Bruno Hanske konnte HV erzielen. Ebenfalls HV in Verbindung mit dem Messeband erhielt eine Jungtäubin mit straffer Feder von Richard Bargmann. Leider wurde hier das „V“ vom Obmann nicht bestätigt.

Ähnlich gelagert waren die Wünsche und Mängel auch bei den 24 roten Strassern. Hinzu kam bei den Roten noch die teilweise recht haarige Schildfeder. HV erzielte Bruno Hanske auf einen schönen Jungtäuber. Die Bundesleistungsprämie erhielt eine formlich wunderschöne Jungtäubin, die auch mit glatter Feder und prima Farbe überzeugen konnte. Leider wurde wegen Nestschwingen auch hier das „V“ nicht bestätigt. Hans-Peter Seeland war der stolze Besitzer.

Eine Jungtäubin mit der Note „HV“ von Bruno Hanske war bei den 13 gelben Strassern das beste Tier. Auch hier war die schlechte Qualität der Nackenfederstruktur ein Hauptangriffspunkt. Die Augenfarbe könnte teilweise intensiver sein und auch hier sollten die Tiere im Rücken besser decken.

1,1 gelbfahle-gehämmerte Strasser konnten voll überzeugen. Der 1,0 mit prima Strasserform und hervorragenden Kopfpunkten hatte seine Schwierigkeiten ebenfalls in der zerschlissenen Nackenfederstruktur. Die Täubin mit prima Form, passendem Kopf und super Hämmerung. Natürlich könnte die Kopffarbe noch etwas fahler werden, aber bei Täubinnen ist es sehr schwierig den Blaustich zu verdrängen.

Herzlichen Glückwunsch zur Note „V“ und dem „Blauen Band“ an Hans Joachim Bergmann.

Keine Werbung für diesen schönen Farbenschlag machten die 15 Schwarzgesäumten. Nur wenige Tiere die in den Hauptrassemerkmalen „Form und Kopf“ zumindest im SG-Bereich waren. Auch die Säumung war nur bei einigen Vertretern akzeptabel. Fast alle Tiere hatten wenig Schaukondition. Allein 10 mal wurde das unreine Schenkel- und Bauchgefieder bemängelt.

Mit sehr viel Wohlwollen wurde als höchste Bewertung die Note SG94 vergeben.   

Gez. Wolfgang Schwegler