1967 bis 2007-
40 Jahre Sonderverein der Strassertauben Bezirk 7
Nach Gründung erster Allgemeiner
Tauben- und Geflügelvereine schlossen sich zu Beginn des letzten
Jahrhunderts zunehmend Sondervereine zur Betreuung der Züchter spezieller
Rassen zusammen. 1907 wurde anlässlich der Jungeflügelschau in Hannover auch
der Sonderverein der Strassertaubenzüchter Deutschlands durch 30 Mitglieder
unter Vorsitz des unvergessenen Otto Giesecke aus Quedlinburg gegründet.
Dieser Sonderverein ist in den letzten 100 Jahren inzwischen auf über 2000
Mitglieder angewachsen. In Bayern gründete sich bereits nach 1918 ein
Bezirk, der nach dem Kriege als Bezirk 1 Bayern (heute Bezirk 1 Franken)
1955 bei der Wiedergründung des Hauptsondervereins mit von der Partie war.
1957 gründete sich unter Josef Burda der Bezirk 5 Südbayern, dem anfänglich
auch die Strasserzüchter der Oberpfalz – zumindest teilweise angehörten.
Nachdem in und um Regensburg einige Strasserzüchter beheimatet waren,
festigte sich unter ihnen der Entschluß einen eigenständigen Bezirk
Oberpfalz zu gründen. So trafen sich am 12.03.1967 auf Einladung von Rudolf
Lang in der Gaststätte Ostenallee in Regensburg die folgenden 15
Strasserzüchter:
Lang Rudolf, Pirner
Ernst, Pickel Ernst Georg, Demski Peter, Landsmann Erich, Heidingsfelder
Hans, Weitzer Josef, Wollenberg Albrecht, Cerny Walter, Brandl Max, Dorfner
Gerhard, Eichner Vinzenz, Rucker Ludwig, Knarr Kurt und Gruber Johann
um den Sonderverein aus
der Taufe zu heben. In die Vorstandschaft wurden gewählt: 1.Vorsitzender
Rudolf Lang, 2. Vorsitzender Ernst Pirner, 1. Schriftführer Vinzenz
Eichinger, 1. Kassier Erich Landsmann, Zuchtwart Johann Gruber, 2.
Schirftführer Peter Demski, 2. Kassier Ernst Georg Pickel und als Beisitzer
Walter Cerny, Hans Heidingsfelder und Josef Weitzer.
Durch die Aufnahme
weiterer Mitglieder konnte am 2.4.1967 ein Antrag an den Hauptverein
gerichtet werden, den Bezirk Oberpfalz mit 34 Mitgliedern aufzunehmen, was
1968 dann auch geschah. Er wurde künftig als „Bezirk 7 Oberpfalz“ des
Hauptvereins der Strasserzüchter Deutschlands geführt.
Bereits am 6.8.1967 wurde
eine erste Tierbesprechung in Kauerhof bei Sulzbach-Rosenberg durch
Zuchtfreund Haimerl aus Wolnzach abgehalten und am 10.01.1968 eine erste
Bezirksstrasserschau durchgeführt, die wie viele weitere in Regensburg
abgehaltenen Schauen der „Regensburger Allgemeine Schau“ des
„GZV1948Regensburg“ angeschlossen war.
Jungtierbesprechungen und
Bezirksschauen sind bis heute die Motoren für das Zuchtjahr und das
Bezirksleben geblieben.
Der junge Bezirk mit
seinem tatkräftigen Vorsitzenden Lang wagte sich bereit 1970 an die
Durchführung der bundesweiten Hauptsonderschau, die in Regensburg in der
Babohalle organisiert wurde und die mit 1180 Strasser beschickt war. Dass
der Bezirk seine Sache gut gemacht hatte, bewies die Tatsache, dass man
bereits 1977 die nächste Hauptsonderschau mit 2022 Strasser in Regensburg im
Antoniushaus durchführte.
1984 sollte wiederum
eine Hauptsonderschau in Regensburg stattfinden. Durch verschiedene Umstände
wurde dies verhindert. Aus Verärgerung darüber trat der Bezirksvorsitzende
Lang am 17.01.1984 von seinem Amt zurück und legte auch sein Preisrichteramt
ab. In der Ersatzwahl wurde Peter Dembski zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Zuchtfreund Lang erhielt bei der Frühjahrsversammlung am 3.3.85 in
Regensburg einen Zinnteller für seine bis dato geleisteten Verdienste um den
Bezirk verliehen und bei der Bezirksversammlung 1987 wurde er schließlich
zum Ehrenvorsitzenden gewählt.
1985 beschloss man die
Vergabe eines alljährlichen Bezirkmeistertitels, der in den Folgejahren viel
Anklang fand. 1987 löste Karl Wolfgang Brunner Peter Demski als 1.
Vorsitzenden ab, nachdem dieser nicht mehr kandidierte.
In seiner Amtszeit bis
Ende 1989 bereitete man die nächste Hauptsonderschau in Neumarkt vor und
konsolidierte die Finanzen. Aufgrund mehrerer gleichzeitiger Funktionen in
der Rassegeflügelorganisation und einhergehender beruflicher Belastung gab
Brunner 1990 das Amt des Vorsitzenden in die Hände von Johann Gruber, der
aber bereits 1991 aus familiären Gründen das Amt wieder aufgeben musste, so
dass schließlich der Ehrenvorsitzende Rudolf Lang wiederum zum Vorsitzenden
gewählt wurde.
Während man die
Hauptsonderschauen 1970 und 1977 noch in Eigenregie des Bezirkes
durchführte, entschloss man sich aufgrund fehlender Räumlichkeiten in
Regensburg und des großen Einzugsbereichs der Bezirksmitglieder, die
Durchführung der nächsten Hauptschau an den GZV Neumarkt zu vergeben, wobei
die Mitbestimmung des Bezirks gewährleistet wurde. Diese Hauptschau am
10./11.11.1990 in der Jurahalle in Neumarkt war mit 2864 Tieren ein toller
Erfolg für den Bezirk. Diese Hauptschau mit der dabei stattgefundenen
Hauptversammlung hat Geschichte geschrieben, denn hier wurde nach der Wende
der Zusammenschluss des westdeutschen Hauptvereins mit der SZG der
Strassertauben in der DDR beschlossen.
Aus Anlass des
25jährigen Bezirksjubiläums wurden bei der Frühjahrsversammlung am 5.4.1992
in Regensburg den Gründungsmitgliedern Rudolf Lang, Johann Gruber, Adolf
Muggenthaler, Ludwig Rucker, Vinzenz Eichner und Peter Dembski Ehrenurkunden
verliehen und bei der Bezirksschau in Ponholz Strasserbänder vergeben. Bei
der Frühjahrsversammlung am 11.4.1999 in Regensburg wurde Johann Gruber für
seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Auch 2001 wurde die dem Bezirk
übergebene Hauptsonderschau wiederum vergeben, dieses Mal an den GZV
Burgthann, der diese am 03./04.11.2001 beschickt mit 2736 Strasser
durchführte.
Bei der
Frühjahrsversammlung am 1.5.2003 gab Rudolf Lang sein Amt in jüngere Hände.
Einstimmig wurde der langjährige Zuchtwart Johann Kiener zum neuen
1.Vorsitzenden gewählt, der den Bezirk mit Engagement und Weitblick sicher
in die Zukunft führt. Die Verdienste von Rudolf Lang würdigte auch der
Hauptverein, der ihn 2004 zum Ehrenmitglied des Hauptvereins ernannte. Bei
der Frühjahrsversammlung am 09.04.2006 in Seedorf bei Regensburg ehrte der
Bezirk Peter Demski und Ludwig Rucker, die beide für ihre langjährigen
Verdienste um den Bezirk die Ehrenmitgliedschaft im Bezirk zugesprochen
bekamen.
Ich hoffe, diese kleine
Chronik kann etwas von dem ausdrücken, welches Engagement der Vorsitzenden
und der Vorstandschaft des Bezirkes immer nötig waren, um die
zurückliegenden Jahre zu meistern.
In diesem Jahr kann unser
Bezirk mit 58 Mitgliedern auf sein 40jähriges Jubiläum zurückblicken. In all
den vergangenen Jahren mit ihren Mühen, Höhen und Tiefen stand im Bezirk
immer die Kameradschaft unter Gleichgesinnten im Vordergrund mit dem Ziel
mit der Zucht der Strassertaube das schönste Hobby der Welt, die Taubenzucht
zu pflegen. Ich bin sicher, dass sich trotz der technisierten Welt immer
wieder naturverbundene Menschen finden werden, die unserem Hobby eine
Zukunft geben.
Karl Wolfgang Brunner
Folgende
Mitglieder haben sich in den Führungspositionen der Vorstandschaft verdient
gemacht:
Vorsitzender
Lang Rudolf 1967-1983, 1991-2002
Dembski
Peter 1984-1986
Brunner Karl
Wolfgang 1987-1989
Gruber
Johann 1990
Kiener
Johann 2003-dito
2. Vorsitzender Pirner
Ernst 1967-1980
Hochholzer
Herrmann 1981-1982
Dembski
Peter 1983, 1991-1999
Hofmair
Martin 1984-1986
Stautner
Franz 1987-1989
Lang
Rudolf 1990
Brunner Karl
Wolfgang 2000-dito
1. Schriftführer Eichinger
Vinzenz 1967-1968
Dembski
Peter 1969-1974
Wollenberg
Albrecht 1975-1980
Brunner Karl
Wolfgang 1981-1983
Rucker
Ludwig 1984-1986, 2003-dito
Weiss
Alois 1987-1989
Marchsreiter
Paul 1990-2002
1. Kassier Landmann
Erich 1967-1974
Gruber
Johann 1975-1980, 1984-1986
Ehrenreich
Johann 1981-1983
Sigl
Ernst 1987-1990
Jechtl
Fritz 1991-dito
Zuchtwarte Gruber
Johann 1967-1974, 1981-1982
Hofmair
Martin 1975-1986
Gehring
Johann 1975-1983
Weber
Franz 1981-1983
Pirzer
Albert 1984-1986
Rucker
Ludwig 1987-1990
Staudinger
Georg 1987-1990
Dembski
Peter 1991-1999
Lang
Rudolf 1991-1999
Kiener
Johann 2000-dito
Fürnkäs
Albert 2003-2005
Hauer
Georg 2006-dito
Ehrenvorsitzender des Bezirk 7 und Ehrenmitglied im
Hauptverein Lang Rudolf
Ehrenmitglieder des Bezirk 7 Gruber Johann
Dembski Peter
Rucker Ludwig
Johann Kiener